Werbung für Think Milk, Taste Europe, Be Smart* / Es gibt ja Menschen, die sich im Herbst auf ausgedehnte Spaziergänge durchs Herbstlaub freuen, auf Kastanienmännchen oder auf die Gelegenheit, endlich wieder ihre umfangreiche Sammlung an Strickpullovern auszuführen. Ich persönlich freue mich vor allem darauf, dass man wieder völlig ungeniert große Mengen geschmolzenen Käse essen kann. Am besten direkt aus einer Auflaufform, während es draußen möglichst ungemütlich ist.
Dafür habe ich heute das passende Rezept: einen cremigen Kürbis-Gnocchi-Auflauf mit Salbei und Asiago g.U.. Mit zarten Gnocchi, aromatischem Kürbis, einer herrlich cremigen Sauce und einer goldbraunen Käsekruste. Ein unkompliziertes vegetarisches Herbstgericht, das nach deutlich mehr Aufwand schmeckt, als tatsächlich dahintersteckt.
Und weil ich mich bekanntlich gerne ein wenig in meine Lebensmittel reinnerde, gibt es neben dem Rezept auch noch eine kleine Exkursion in die italienische Käsekunde. Wir reisen gedanklich nach Venetien, genauer gesagt auf die Hochebene von Asiago.

Kürbis-Gnocchi-Auflauf – einfaches Soulfood aus dem Ofen
Wenn ich im Herbst koche, habe ich meistens zwei Anforderungen: Das Essen soll wärmen und es soll möglichst wenig kompliziert sein. Gerade nach einem langen Arbeitstag fehlt mir die Motivation, noch eine kulinarische Doktorarbeit anzufertigen. Auch wenn ich theoretisch durchaus eine Schwäche für unnötig aufwändige Projekte habe.
Ein Gnocchi-Auflauf mit Kürbis ist da eine ausgesprochen vernünftige Lösung. Die kleinen italienischen Kartoffelklößchen passen wunderbar zu Kürbis, weil ihre weiche Konsistenz die cremige Sauce aufnimmt. Dazu kommen Salbei und Käse, zwei Zutaten, die aus einem schlichten Ofengericht etwas ziemlich Feines machen. Das Schöne an diesem Kürbis-Gnocchi-Gratin ist außerdem, dass es sowohl als gemütliches Abendessen unter der Woche als auch für Gäste funktioniert. Man kann die Zutaten vorbereiten, alles in eine Auflaufform geben und den Ofen den Rest erledigen lassen.
Und während der Auflauf vor sich hin bräunt, bleibt sogar noch Zeit, den Tisch hübsch zu decken. Oder einfach gar nichts zu tun. Letzteres wird in seiner Bedeutung für die Lebensqualität ohnehin regelmäßig unterschätzt.

Welcher Kürbis eignet sich für den Gnocchi-Auflauf?
Für einen Kürbis-Gnocchi-Auflauf eignet sich besonders gut Hokkaidokürbis. Er hat ein angenehm nussiges Aroma, wird beim Garen schön weich und muss nicht geschält werden. Letzteres ist für mich ein ziemlich überzeugendes Argument.
Alternativ funktioniert auch Butternut-Kürbis. Sein Fruchtfleisch schmeckt etwas süßlicher und ist besonders zart, allerdings muss man ihn vorher schälen.
Wichtig ist vor allem, den Kürbis in nicht zu große, möglichst gleichmäßige Stücke zu schneiden, damit er im Ofen zuverlässig gar wird. So verbinden sich Kürbis, Gnocchi und Sauce zu einem wunderbar cremigen Auflauf, ohne dass einzelne Kürbisstücke noch eine gewisse Rohkost-Ambition erkennen lassen.

Salbei und Asiago – ein ziemlich gutes Paar
Salbei ist für mich eines dieser Kräuter, die ein Gericht sofort interessanter machen. Sein intensives, leicht herbes Aroma harmoniert hervorragend mit der milden Süße von Kürbis. Nicht umsonst sind Kürbis, Salbei und Butter ein Klassiker der italienischen Herbstküche.
Für meinen Kürbis-Gnocchi-Auflauf kommt außerdem Asiago g.U. zum Einsatz. Habt ihr schon einmal von diesem Käse gehört?
Asiago ist ein italienischer Kuhmilchkäse aus Venetien und dem Trentino, der ein wenig an Parmesan erinnert, aber je nach Reifegrad weicher und milder sein kann. Junger Asiago schmeckt angenehm buttrig, mit Noten von Heu und Blumen. Gereifter Asiago entwickelt dagegen ein kräftigeres, nussiges Aroma.
Für einen cremigen Gnocchi-Auflauf ist das natürlich eine ausgesprochen erfreuliche Eigenschaft. Der Käse bringt Würze in die Sauce und sorgt beim Überbacken für eine köstliche Kruste.
Ich finde ohnehin, dass Käsekrusten eine der überzeugenderen Errungenschaften der europäischen Kulturgeschichte sind.

Asiago g.U. – italienischer Käse mit geschützter Herkunft
Die Abkürzung g.U. steht für geschützte Ursprungsbezeichnung. Sie bedeutet, dass Herstellung, Verarbeitung und Erzeugung eines Produkts in einem festgelegten geografischen Gebiet nach bestimmten Vorgaben erfolgen müssen.
Bei Asiago ist dieses Gebiet eng mit der norditalienischen Berglandschaft verbunden. Besonders die Hochebene von Asiago mit ihren Wiesen, Gebirgsbächen und Almweiden prägt die Herkunft des Käses.
Im Rahmen der Kampagne Think Milk, Taste Europe, Be Smart habe ich mich ein wenig näher mit europäischen Milchprodukten beschäftigt. Auf der Website thinkmilkbesmart.eu* findet ihr nicht nur schöne Foodfotografie, sondern auch Rezepte und Informationen rund um Ernährung, Qualität und Nachhaltigkeit.
Ein paar interessante Fakten habe ich euch mitgebracht:
- Qualität und Sicherheit: Für europäische Milchprodukte gelten hohe Standards hinsichtlich Rückverfolgbarkeit, Qualität und Nachhaltigkeit.
- Geschützte Herkunft: Asiago g.U. darf nur in einem festgelegten Gebiet rund um Trient und Vicenza sowie weiteren zugelassenen Herkunftsgebieten hergestellt werden. Dazu gehört die Hochebene von Asiago mit ihren Wiesen, Gebirgsbächen und Almweiden.
- Regionale Wertschöpfung: Kooperativen von Bergbauernhöfen sichern allein in Italien rund 15.000 Arbeitsplätze und tragen zum Erhalt ökologisch wertvoller Kulturlandschaften bei.
- Lebensmittelverschwendung: Milchprodukte gehören laut Kampagneninformationen zu den Lebensmittelgruppen, die vergleichsweise wenig von Food Waste betroffen sind.
- Nährstoffe: Milch liefert unter anderem Calcium, Kalium, Phosphor und alle neun essenziellen Aminosäuren. Sie enthält außerdem Nährstoffe wie Vitamin B12, das zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.
Besonders in den letzten Punkt setze ich gewisse Hoffnungen.
Jedenfalls finde ich es immer spannend, mehr über die Herkunft unserer Lebensmittel zu erfahren. Ein Käse ist eben nicht einfach nur ein Käse. Hinter ihm stehen Landschaften, Traditionen, Menschen und manchmal ziemlich genaue Vorschriften. Und das alles schmeckt man zwar nicht unbedingt im Einzelnen heraus, aber das Wissen darum macht den Genuss für mich noch ein bisschen schöner.
Kürbis-Gnocchi-Auflauf mit Salbei und Asiago – das Rezept
Hier kommt nun das Rezept für meinen cremigen Kürbis-Gnocchi-Auflauf. Ein herbstliches Ofengericht, das unkompliziert zuzubereiten ist, herrlich duftet und sich wunderbar für gemütliche Abende eignet. Am besten schmeckt der Auflauf frisch aus dem Ofen, wenn die Sauce noch schön cremig und der Käse goldbraun geschmolzen ist.

Kürbis-Gnocchi-Auflauf mit Asiago und Salbei, einfach und cremig
Zutaten
- 700 g Hokkaido-Kürbis
- 1 rote Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Bund frische Salbeiblätter
- 2 EL Olivenöl
- 300 ml Gemüsebrühe
- 200 g Frischkäse
- Salz
- Pfeffer
- Currypulver
- Muskat
- 150 g Asiago g.U.
- 500 g Gnocchi
Anleitungen
- 700 g Hokkaido-Kürbis würfeln. 1 rote Zwiebel und 2 Knoblauchzehen schälen, fein hacken. Einige Blätter von 1 Bund frische Salbeiblätter in feine Streifen schneiden.
- Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- 2 EL Olivenöl in einer Pfanen erhitzen. Zwiebel und Kürbiswürfel darin andünsten. Knoblauch zugeben, kurz mit braten.
- 300 ml Gemüsebrühe zugeben, 5 Minuten köcheln lassen.
- 200 g Frischkäse einrühren, 2 bis 3 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Currypulver, Muskat und den Salbeistreifen abschmecken.
- 150 g Asiago g.U. reiben.
- Eine Auflaufform mit Öl fetten. 500 g Gnocchi hineingeben, mit der Kürbis-Mischung mischen und mit dem Asiago bestreuen.
- Im Ofen etwa 20 Minuten gratinieren. Mit Salbeiblättern bestreut servieren.
Tipps für einen besonders cremigen Kürbis-Gnocchi-Auflauf
Damit euer Kürbis-Gnocchi-Auflauf schön cremig wird und nicht trocken aus dem Ofen kommt, habe ich noch ein paar Tipps.
Die richtige Gnocchi-Sorte: Für dieses Rezept eignen sich frische Gnocchi aus dem Kühlregal besonders gut. Je nach Produkt und Zubereitungsweise können sie direkt in der Sauce mitgaren. Beachtet dazu die Angaben im Rezept.
Den Kürbis nicht zu groß schneiden: Kleine, gleichmäßige Würfel garen schneller und verbinden sich besser mit der Sauce. Gerade bei Hokkaido darf die Schale gerne dranbleiben.
Beim Käse nicht sparen: Der Asiago ist hier nicht bloß Dekoration, sondern ein wesentlicher Geschmacksträger. Er sorgt für Würze, Cremigkeit und die goldbraune Oberfläche.
Salbei bewusst dosieren: Sein Aroma ist intensiv. Er soll dem Kürbis eine elegante, herbe Note geben und nicht sämtliche anderen Zutaten in die Bedeutungslosigkeit drängen.

Für mich ist das jedenfalls ein ziemlich perfektes Herbstessen: Kürbis, Gnocchi, Salbei und ein guter italienischer Käse. Mehr braucht es gar nicht… Vielleicht noch ein hübsch gedeckter Tisch und die beruhigende Gewissheit, dass man für den Rest des Abends nirgendwo mehr hin muss. Guten Appetit 🍁
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